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Achtsame Sexualität

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ein Gruppentherapeutisches Angebot für Frauen
- 5 bis 8 Sitzungen (á 100 Min.) -

Beginn/Termine: Donnerstag 27. Januar 2022 von 16:00 Uhr bis 17:40 Uhr.

Sexuelle Empfindungsstörungen nach einem Trauma

  • Sexuelle Probleme nach einem traumatischen Ereignis sind sowohl bei Frauen als auch bei Männern anzutreffen. Sexuelle Empfindungsstörungen und sexuelle Beeinträchtigungen ereignen sich unabhängig von der Art des Traumatischen Ereignisses. Zu ihnen gehören mangelndes sexuelles Interesse, dissoziative Zustände, Ängste vor Kontrollverlust, Scham- und Schuldgefühle, Gefühllosigkeit, Ekelempfinden, Frigidität, Impotenz, u.a.m.
  • Wenn sexuelle Empfindungsstörungen und Beeinträchtigungen nach einem Trauma nicht beachtet werden, können sie sich verfestigen und fortbestehen, mitunter auch dann, wenn die posttraumatische Symptomatik selbst im Rahmen einer Trauma fokussierten Psychotherapie deutlich reduziert werden konnte. Sie belasten dann oft nicht nur die/ den Einzelne(n), sondern auch deren/dessen Partnerbeziehung, und können die partnerschaftliche Bindungsqualität insgesamt beeinträchtigen.
  • Nach Traumatischen Ereignissen und bei hohem Stressaufkommen - wird das Erleben von Sicherheit, Vertrauen, Intimität und Nähe zu einer anderen Person häufig eingeschränkt. Das kann auch das Verhältnis zu sich selbst beeinträchtigen, und auch das sexuelle Intimverhalten (mangelndes Interesse; häufig wechselnde Partner*innen) verändern.
  • Woran liegt das? Stress und Trauma werden im emotionalen Hirnareal des limbischen Systems gespeichert. Dieses Hirnareal ist zuständig für die Wahrnehmung von Gefahr, von Sicherheit und ist verbunden mit einer veränderten Wahrnehmung von sich selbst und der Umwelt, nicht mehr wie zuvor Kontrolle zu haben und hilflos ausgeliefert zu sein.
  • Das limbische Areal beherbergt den Hippocampus, der an das Gedächtnis mit der traumatischen Erinnerung geknüpft ist, und es beherbergt die Amygdala, die für das Ausmachen von Gefahr zuständig ist. Da traumatische Erfahrungen im Autonomen Nervensystem gespeichert sind und automatischen Reaktionen unterliegen, die an den Überlebensmodus im Gehirn gekoppelt, wird das Erleben von Sicherheit und Vertrauen deutlich geschmälert.
  • Um eine Wahrnehmung von Sicherheit und innerer Stärke zu erreichen, bedarf es tiefgreifender korrigierender Erfahrungen, die direkt dem Überlebensmodus im Gehirn entgegenwirken, und so auch das Autonome Nervensystem neu ausregulieren lassen. Beispielsweise kann die betroffene Person Kampfsport trainieren, um sich wieder wehrhaft und stark zu fühlen oder sie kommt mit einem Partner, einer Partnerin in Kontakt, bei der sie das Erleben von Vertrauen und Sicherheit sukzessive wiedererlangen kann.   
  • Das Gruppentraining „Achtsame Sexualität“ wendet sich an weibliche Personen mit einer (komplexen) posttraumatischen Belastungssymptomatik und mit komplexen Traumafolgestörungen mit (komplexen) Traumafolgestörungen.
  • Ab der Zusage von 6 verbindlichen Anmeldungen für die Frauengruppe kann ein Trainingsdurchlauf starten.   
  • Das gruppentherapeutische Training findet nach Rücksprache in der Gruppe mit mind. 5 und mit max. 8 Gruppensitzungen statt.
  • Die Gruppensitzungen finden wöchentlich oder 14tägig mit einer Dauer von 100 Min. pro Sitzung statt.
  • Es werden im Vorfeld 1-2 vorbereitende Gespräche mit den Teilnehmenden durchgeführt, die der Klärung für die Indikation bei der einzelnen Teilnehmerin, einer schriftlichen Einverständniserklärung zur Teilnahme und Informationen zum Trainingsablauf dienen.
  • Erwünscht sind bei der/dem Teilnehmenden vorangegangene Selbsterfahrungen in einer Einzeltherapie, und/oder bei Bedarf eine Möglichkeit zur Rücksprache in einer Einzeltherapeutischen Sitzung bei mir oder bei einer/m anderen Therapeut*in während des Gruppentherapeutischen Trainings.
  • Den Teilnehmenden wird ein Hand-Out mit den Arbeits - und Übungsblättern von jeder Sitzung ausgefertigt. Die Info-, Arbeits- und Übungsblätter werden nacheinander in der Sitzung erläutert, in der Gruppe miteinander praktiziert und im Alltag von den Teilnehmenden umgesetzt.
  • Das Gruppentherapeutische Angebot kann bei mir im Rahmen der Richtlinie für Verhaltenstherapie über einen Gruppen-Kurzzeit-Antrag der Krankenkasse beantragt werden. Auch die Selbstzahlerbasis ist möglich.
  • Das Vorgehen des Gruppentrainings „Achtsamkeit und Sexualität“ lässt sich in mehrere Einheiten unterteilen:
  • Psychoedukation
  • Ressourcenaufbau
  • Prozessbasierte Therapieprotokolle
  • Übungsaufgaben für zu Hause (praktische Materialien und Anwendungen im Alltag)

Sitzungsinhalte - Themen:

1. Sitzung:Einführung in das Thema „Verbindung zwischen Trauma und Sexualität“ (fachübergreifendes wissenschaftliches Grundlagenwissen aus Klinischer Psychologie, Neurophysiologie/Neurobiologie, Sexualmedizin); Einführung in die kognitive VT und in körperbezogene Ansätze der Achtsamkeitspraxis (Body-Scan, Yoga) und des Somatic Experiencing zur Reduktion sexueller Empfindungsstörungen und Beeinträchtigungen während und nach einem (traumatischem) Stresserleben.

2. Sitzung:Psychoedukation der Posttraumatischen Belastungssymptomatik (Intrusionen, Wiedererleben, Kontrollverlust) und bei hohem Stresserleben - mit Bezugnahme auf dazugehörige sexuelle Empfindungseinschränkungen und Bindungsprobleme, die an unangenehme Erfahrungen von Sicherheitsverlust, Verlust von Nähe und Intimität gekoppelt sind - praktische Einübung hilfreicher körperbezogener Strategien für die Anwendung zu Hause.

3. Sitzung: Psychoedukation zur Kern-Symptomatik einer posttraumatischen Belastungssymptomatik Teil 1: Vermeidungsverhalten vermeiden und Dissoziationen stoppen – praktische Einübung hilfreicher körperbezogener Strategien (z.B. Sensorik für das Gewahrsein in den gegenwärtigen Moment) - zur Anwendung zu Hause.

4. Sitzung: Psychoedukation zur Kern-Symptomatik der posttraumatischen Belastungs-symptomatik Teil 2: Gefühl und Kognition - zum Umgang mit schwierigen Emotionen und störenden Gedanken/Annahmen bei der Sexualität – praktische Einübung hilfreicher körperbezogener Strategien - für die Anwendung zu Hause.

5. Sitzung: Gelingende partnerschaftliche Kommunikation und Achtsamkeit in der Sexualität, Resümee und Ausblick

6. - 8. Sitzung:  Die Durchführung des Gruppentrainings ist bis zu 8 Doppelsitzungen möglich.

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