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Fluchterfahrung und traumatischer Stress

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Kulturell adaptiertes Gruppentraining für Menschen mit Fluchterfahrung

- Ein Trainingsprogramm über 8 Sitzungen in der Gruppe

- je 100 Min., mit Pause

Termin/Beginn: Dienstag, 08.02.2022 um 18.00 Uhr

  • Das Gruppentraining wird mit 6 - 8 Teilnehmenden durchgeführt. Es dient zur inneren Stabilisierung, zur Stärkung von Resilienz und zur nachhaltigen Stressbewältigung.
  • Mit Hilfe der sozialen Unterstützung in der Gruppe werden für die Teilnehmenden die Reduktion der psychischen Gesamtbelastungen und die Steigerung der Lebensqualität angestrebt.
  • Das Gruppenprogramm bedient sich aus dem verhaltenstherapeutischen „Methodenkoffer“. Ziel ist die Stabilisierung und der Ressourcenaufbau. Dafür werden Methoden und Strategien eingeübt, um sie bei sich nach dem Training im Selbstmanagement anwenden zu können.
  • Die Methoden zur Stabilisierung und zum Ressourcenaufbau sind:
    Aufklärung/Psychoedukation – Achtsamkeitspraxis/Körperübungen - Emotionale Regulation – Gedankliche Verarbeitung – soziale Kompetenz/Konflikt aushalten – Konversation üben vs. Ärger und Aggression intensivieren.
  • Das Training ist themenbezogen aufgebaut. Dabei werden die Ressourcen und Fertigkeiten der Teilnehmenden kultursensibel genutzt und gestärkt und es werden verschiedene Bewältigungsstrategien für die Anwendung in den Lebensbereichen der Teilnehmenden vermittelt und eingeübt.
  • Kultursensible Inhalte:
    Die Inhalte sind auf die traumatischen Erfahrungen von Vertreibung, Flucht und Verfolgung in jungen Jahren gerichtet und beziehen die Stress-Faktoren bei einem unsicheren Aufenthaltsstatus ein. Früher Bindungsverlust, eine anhaltende Trauer und das Erleben der eigenen Identitätsdiffusion spielen für viele Menschen mit Fluchterfahrung eine zentrale Rolle.
  • Nicht selten können sich aufgrund der mehrmaligen traumatischen Erfahrungen auf der Flucht und durch einen unsicheren Aufenthaltsstatus psychische Probleme mit anhaltenden Folgestörungen entwickeln. Dazu gehören dauerhafte psychische Stressreaktionen. Ein Dauerstresserleben kann zu psychischen und somatischen Folgeproblemen (Schlafstörungen, Alpträume, niedriges Selbstwerterleben, Impulsivität, Resignation, aggressives Verhalten, Suchtverhalten,…) führen. Manchmal entwickeln sich daraus psychische Störungen wie die (komplexe) posttraumatische Belastungsstörung, Depressionen, Angststörungen, Anpassungsstörungen, somatische Probleme und Schmerzsyndrome. Es können sich auch infolge der Dauerbelastungen eine emotionale Instabilität und emotional-soziale Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen einstellen.
  • Inhalte und gemeinsamer Erfahrungsaustausch:
  • Was bewirken traumatische Erfahrungen von Vertreibung, Flucht und Verfolgung in jungen Jahren – Symptome und Beschwerden vs. Überleben und Ressourcen?
  • Welche Rolle spielen aufrechterhaltende traumatisierende Stressfaktoren bei einem unsicheren Aufenthaltsstatus?
  • Wie können die Herausforderungen (beispielsweise) mit den Lerninhalten, mit den Lehrer*innen im Sprachunterricht und/oder in der Ausbildung gut bewältigt werden?
  • Wie kann soziale Unterstützung in der Gegenwart einen früheren Bindungsverlust auffangen?
  • Wie kann anhaltende Trauer wieder mit Zukunftsglaube gefüllt werden?
  • Erleben von Identitätsdiffusion vs. Identitätsfindung: Wer bin ich, was macht mich aus? Was ist mir wichtig?
  • Achtsamkeitsübungen und „Wie kann ich mich entspannen“?
  • Wie kann ich mich und andere besser akzeptieren? „Get Going, Keep Doing“!
  • Wie können die im Gruppentraining erworbenen Strategien beibehalten werden?
  • Bewältigungsstrategien einüben:
    Stressmanagement-Strategien – Bewältigungsstrategien zur Trauerverarbeitung - Bewältigungsstrategien für die Identitätssuche - Problemlösestrategien bei sozialen Konflikten im Alltag - Aufbau hilfreicher Aktionen in der Freizeit -  Soziale Unterstützung aktivieren und pflegen - Selbstwirksamkeit und Selbstfürsorge erweitern: “Sich wohlfühlen lernen”.
  • Organisatorisches:
    Das Gruppentraining wird über den Kurzzeittherapieantrag (Krankenkasse) im Rahmen der Richtlinie für Verhaltenstherapie beantragt und in meiner ambulanten Praxis durchgeführt (wöchentlich/14tägig).
  • Deutsch- und Englischkenntnisse sind bei den Gruppenmitgliedern erwünscht; es kann zur Verständigung auch ein/e Dolmetscher/in der Heimatsprache herangezogen werden.
  • Um eine bessere Verbreitung dieses Gruppenangebots zu erreichen, kann es auch sehr dienlich sein, nach Absprache einzelne Teilnehmende im  Anschluss gesondert darin zu schulen, aufgrund ihrer eigenen Herkunftssprache und mit der eigenen Fluchterfahrung anderen Menschen mit Fluchterfahrung die Inhalte des Trainingsprogramms näherzubringen und ihnen sensibel zu vermitteln.
  • Arbeitsblätter und Schulungsmaterial werden zu den Sitzungen verteilt.
  • Eine zusätzliche juristische Beratung kann in das Gruppenprogramm integriert werden.
  • Voraussetzungen für die Teilnahme:
  • 2 Vorgespräche/Probatorik
  • Regelmäßige Teilnahme an der Gruppe

Kontaktaufnahme: Sie erreichen mich zur persönlichen Rücksprache und zur Terminvereinbarung in den wöchentlichen
Telefonsprechzeiten.

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