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Selbstwert und Identität

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Gruppentherapie für Jugendliche

- Selbstwert und Identität -

Gruppenangebot - 20 Sitzungen (à 100 Min.)

Termine/Beginn: 20.01. 2022 um 18.00 Uhr

Die Gruppentherapie für Jugendliche:

  • Viele Studien zeigen, dass junge Menschen zwischen 12 und 24 Jahren im Vergleich zu anderen Altersgruppen am meisten unter psychologischem Stress leiden. Das bedeutet gleichzeitig, dass Frühinterventionen in jungen Jahren der entscheidende Zeitraum sind, um eine lebenslange körperliche und mentale Gesundheit und Resilienz und Selbstbewusstsein fördern zu können.
  • Die Beanspruchungen sind gerade für Jugendliche immer komplexer geworden, sei es in der Schule, in der Ausbildung, bei Konflikten im Elternhaus, oder durch den Druck zur permanenten Präsenz im Internet.
  • Die Wirkfaktoren der sozialen Unterstützung und das Teilen von Problemen in der Gruppentherapie können entscheidend dazu beitragen, dass Jugendliche frühzeitig gesunde Antworten auf Herausforderungen in ihrem Leben finden.
  • Die Gruppentherapie kann für Jugendliche eine vertrauensvolle Basis schaffen, auch um die belastenden Folgen der Pandemie im Miteinander besser zu verarbeiten. Dieses Gruppenangebot richtet sich an alle Jugendliche, die mehr über sich und die Welt erfahren möchten, um durch das Teilen ihrer Sorgen, Probleme ihre Leidensdruck besser zu bewältigen.
  • Die Schwerpunktziele in der Gruppentherapie sind der Aufbau von selbstregulativen Fertigkeiten, von Selbstakzeptanz, und Resilienz.
  • Das Gruppentherapeutische Angebot ist interaktionsorientiert und trainingsorientiert (Fertigkeiten/Skills-Training, orientiert am DBT-Programm in der Gruppe. In den Sitzungen ist auch genügend Raum dafür, um offen die eigenen psychischen Belastungen anzusprechen, die sich oftmals verstärken können und zu psychischen Beschwerden führen. Nach einer einleitenden Trainingseinheit entscheiden die Jugendlichen in den Sitzungen, worüber sie sprechen möchten, und wer vertieft ihr/sein Problem oder auch Fragen, die ihn/sie beschäftigen, in der Gruppe ansprechen möchte.
  • In den Sitzungen werden von den Gruppentherapeut*innen interdisziplinäres und psychotherapeutisches Fachwissen beigesteuert, und es werden den Jugendlichen themenbezogen Fertigkeiten/Skills vermittelt, um sie anschließend im Alltag auszuprobieren.
  • Die Gruppentherapie ist störungsübergreifend konzipiert und geeignet für Jugendliche mit:
  • Störungen der Emotionsregulation
  • Störungen des Selbwerterlebens
  • Angststörungen
  • Sozial-ängstliches Vermeidungsverhalten
  • wiederehrende Depressionen
  • Suchtproblematiken (Sexualität, Drogen, Internet)
  • Beziehungsstörungen
  • Komplexe posttraumatischen Belastungsstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen (Borderline-Symptomatik/Narzisstische Symptomatik/Abhängigkeitsmuster)

Themen und Fragen der Jugendlichen in der Gruppentherapie:

  • Wie komme ich mit meinen unterschiedlichen Lebensanforderungen und Unsicherheiten besser klar?
  • Was kann ich, wer bin ich, was will ich in nächster Zeit erreichen, wie komme ich dahin?
  • Was mache ich, wenn mir unerwünschte Gedanken nicht mehr aus dem Kopf gehen?
  • Warum fühle ich mich einsam, auch wenn ich mit anderen zusammen bin?
  • Ich habe Cyber-Mobbing erlebt und schäme mich dafür - was kann ich jetzt tun?
  • Ich kann mich körperlich nicht ausstehen und vergleiche ich ständig
  • Warum bin ich so oft unglücklich und so dünnhäutig – was ist da los?
  • Mein Körper und meine Emotionen spielen häufig verrückt – dann gerate ich in Panik oder erstarre innerlich!
  • Ich bin oft abwesend und kann mich nur schwer konzentrieren
  • Wie bekomme ich meinen Suchtdruck in den Griff? – Alkohol, Drogen und Sex
  • Gender – Identitäten - wo stehe ich dabei?
  • Was ist der Sinn meines Lebens?
  • Der Klimawandelt macht mich wütend und traurig, wenn ich an die Zukunft unserer Generation denke
  • Durch Corona ist mein Leben aus den Fugen geraten – wie fasse ich wieder Tritt?

Aneignung von Fertigkeiten – Skills (DBT-A, u.a.m.):

  • Die Vermittlung von Fertigkeiten ist themenbezogen und ein wichtiger Bestandteil in der Gruppentherapie. Erfahrungsgemäß können im Alltag bei psychischen Belastungen und Problemen die Stressreaktionen und die Schwierigkeiten mit den eigenen Gefühlen zunehmen und sind nicht mehr von alleine ausregulierbar.
  • Achtsamkeits-Skills:
  • Fertigkeiten zur Steigerung der inneren Achtsamkeit haben eine zentrale Bedeutung bei der Ausbalancierung der Stressreaktionen Achtsamkeitsübungen (Body-Scan, Atemmeditation usw.) und haben zum Ziel, sich bewusst auf eine Sinneswahrnehmung in der Gegenwart zu konzentrieren (z.B. Alltagsgeräusche, Farben der Umgebung, Tasten von Materialien usw.) und keinerlei Bewertung der Wahrnehmung zu unternehmen. Insgesamt kann die Innere Achtsamkeit Gefühle und Denken für den Moment und mit der Zeit zunehmend in ein Gleichgewicht bringen, und belastende nicht-effiziente Gedanken an Vergangenheit und/oder Gegenwart abschalten und impulsgesteuerte emotionsabhängige Verhaltensreaktionen reduzieren helfen.
  • Gefühlsregulations-Skills:
  • Hier ist es das Ziel, die eigenen Gefühle zu verstehen und nicht zu verbergen. Die Jugendlichen üben ein, ihre Gefühle zu identifizieren und deren Funktionen zu verstehen, die eigene emotionale Verwundbarkeit zu verringern, positive Emotionen für sich häufiger erfahrbar zu machen und das eigene emotionale Leiden, wenn es sehr belastend wird, zu vermindern.
  • Stresstoleranz-Skills:
  • Hier geht es um den Erwerb der Fähigkeit, Krisen auszuhalten und um Skills zur Kontrolle dissoziativer Zustände (Fishermans friend kauen, Eis in die Hand nehmen). Jugendliche üben im Alltag ein, die eigenen Stresstoleranzstrategien bei sich frühzeitig zu aktivieren, um bei sich selbstschädigendes Verhalten zur emotionalen Stressregulation zu verhindern und umzulenken.
  • In einem individuell zusammengestellten Notfallkoffer übt die/der Jugendliche im Alltag ein, die eigenen Stresstoleranzstrategien wenn nötig möglichst frühzeitig zu aktivieren, um dysfunktionales Verhalten (Selbstverletzungen, Drogenkonsum) zur emotionalen Stressregulation zu verhindern bzw. umzulenken.
  • Zwischenmenschliche Fertigkeiten:
  • Hier werden wesentliche soziale Selbstsicherheitsstrategien vermittelt (z.B. wie man nach etwas fragen kann, das man braucht, wie man nein sagen oder wie man mit interpersonellen Konflikten wirkungsvoll umgehen kann).“ Ziel dieses Moduls ist die Einübung der Balance zwischen Beziehungspflege und Selbstachtung. Dadurch kann es besser gelingen, die eigenen Lebensziele zu erreichen, befriedigende Beziehungen einzu-gehen und zu pflegen.
  • Selbstwert-Skills:
  • Ziel ist es, mehr Selbstakzeptanz, soziale Anbindung und ein Verständnis für die eigenen Grundannahmen von sich selbst und über andere Menschen zu erlangen. Störende Gedanken/ Grundannahmen und schwierige Gefühle hängen miteinander zusammenhängen und bedingen das eigene Selbstwerterleben bedingen. Selbstwert beinhaltet akzeptierender Umgang mit sich selbst, unterstützende Beziehungen, positive Einstellung zu sich selbst und der Welt (wenngleich viel im Argen ist). Die Skills werden über Arbeitsblätter von den Jugendlichen im Alltag praktiziert.
  • Anti-Craving-Skills:
  • Ziel ist es hierbei, dass die Jugendlichen die Kriterien für riskanten, schädlichen und abhängigen Konsum kennenlernen, und Distanz zum Suchtdruck aufbauen, auch indem die Situationen klar werden, wie die Gedanken und Gefühle bisher das Suchtverhalten (Craving) ausgelöst haben und was dem entgegengesetzt werden kann. Nächste Skills dazu dienen der Rückfallprophylaxe.

Organisatorisches

  • Es finden im Vorfeld der Gruppentherapie 3 - 4 vorbereitende Gespräche mit dem Jugendlichen und der Familie/Bezugspersonen statt, die den Absprachen zum Trainingsprozedere im Gruppenformat dienen.
  • Mit den Eltern / Bezugspersonen werden gesondert Beratungsgespräche durchgeführt.
  • Die verhaltenstherapeutische Gruppentherapie für Jugendliche enthält 20 Doppelsitzungen (je 100 Min.) in der Gruppe (6 - 8 Jugendliche).
  • Die Gruppe ist halboffen konzipiert – neue Mitglieder können dazukommen.
  • Das Gruppenangebot wird über den Krankenkassen-Antrag für eine Gruppentherapie bei Kindern/Jugendlichen eingeleitet.

Voraussetzungen für die Teilnahme:

  • Regelmäßige Teilnahme
  • Einverständniserklärung

Kontaktaufnahme: Sie erreichen mich zur persönlichen Rücksprache und Terminvereinbarung in den wöchentlichen Telefonsprechzeiten

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