Loading

Traumafolgen

https://www.psychotherapie-karameros.de/wp-content/uploads/2021/09/Website-2-Traumafolgestoerungen-1200x300.jpg

Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (KPTBS)
und komplexe Traumafolgestörungen -

Gruppentherapie für Erwachsene - 15 Sitzungen (á 100 Min.)

Termine / Beginn: Montag 17. Januar 2022 18.00 Uhr

  • Im Mittelpunkt des Gruppenprogramms stehen das Beschwerdebild der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (KPTBS) und die komplexen Traumafolgestörungen (Stress & Trauma). Zu letzteren gehören außer der posttraumatischen Belastungsstörung auch Ängste, Dissoziationen, Depressionen, Zwänge, Persönlichkeitsprobleme, u.a.m.
  • In dem KTBS-Gruppenprogramm lernen die Teilnehmenden ihre eigenen biographischen Entwicklungspfade, die für die Entstehung und Aufrechterhaltung komplexer Traumafolgestörungen verantwortlich (gewesen) sind, zu identifizieren.
  • Ausführliche Fallbesprechungen helfen den Gruppenmitgliedern dabei, das komplexe Beschwerdebild bei sich selbst und bei anderen besser zu verstehen, und damit besser umzugehen.
  • Das KPTBS-Gruppenprogramm ist stabilisierend und ressourcenorientiert ausgerichtet. Es ist praxisnah und enthält viele Übungsmöglichkeiten zur – körperlichen, gedanklichen, emotionalen, verhaltensbezogen und sozialen - Bewältigung dieses komplexen Beschwerdebilds.

Wie entsteht eine KPTBS?

  • Komplexe posttraumatische Beschwerden und Störungen rühren aus missbräuchlichen zwischenmenschlichen Gewalterfahrungen in der Kindheit und wirken sich auf die Persönlichkeitsentwicklung bis ins Erwachsenenalter und über die gesamte Lebensspanne hinweg aus. Entwicklungsbedingte Traumafolgestörungen führen daher häufig zu unsicheren Bindungsmustern und KTBS-bezogenen interpersonalen Schemata, die oftmals Schwierigkeiten im partnerschaftlichen, sozialen und beruflichen Bereich zur Folge haben.  Nach heutigem Verständnis beinhaltet die entwicklungsbedingte KPTBS neben Symptomen der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) auch vielfache Probleme in der Selbstorganisation. Das zeigt sich in der Regel durch Schwierigkeiten die eigenen Emotionen zu regulieren, durch ein niedriges Selbstwerterleben, durch ausgeprägte Scham- und Schuldgefühle, und auch häufig ein Vermeidungsverhalten gegenüber neuen Aufgaben und Herausforderungen.
  • Mitunter können Kindheitstraumata erst unter erhöhten Belastungen im Erwachsenenalter getriggert und aktiviert werden. Manchmal kann die Aktivierung eines Kindheitstraumas dann auch zu einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) führen, ohne dass ein autobiographisches Erinnerungsvermögen mit den erlittenen Traumata in der Kindheit oder Jugendzeit verbunden ist. Solche Einschränkungen in der autobiographischen Erinnerung können sich wiederum in unterschiedlich stark ausgeprägten Dissoziationssymptomen und / oder in dysfunktionalem Verhalten (z.B. Süchte, gewalttätiges Verhalten) ausdrücken.

Die Inhalte der Gruppentherapie bei der KPTBS:

  • Es werden die verschiedenen Möglichkeiten traumatischer Ereignisse von einfacher und komplexer Traumatisierung beschrieben.
  • Zum Verständnis der Entwicklung einer KTBS wird auf neuere Entstehungsmodelle und auf die verschiedenen Entwicklungspfade näher eingegangen wie sie in die oben beschriebenen Probleme in der Selbstorganisation münden können.
  • Wissenschaftlich geprüfte und wirksame Therapieverfahren und Strategien, die zur Bewältigung der KPTBS beitragen (Literaturangaben), werden vorgestellt.
  • Verschiedene Präsenz-zentrierte und körperbezogene Übungen aus der Achtsamkeitspraxis, aus dem Somatic Experiencing, vom Yoga, und spezielle Dissoziationstops sowie DBT-Körperskills werden in den Sitzungen eingeübt.
  • Dies erfolgt mit dem Ziel einer Verbesserung der Gegenwartsbezüge, bezogen auf die Bereiche:
  • Sozial-Emotionale Verarbeitung
  • Kognitive Verarbeitung
  • Selbst-Bewusstsein
  • Integrität und Ich-Kohärenz
  • Missbräuchliche und gesunde Beziehungsmuster
  • Symptomstabilisierung und Aufrechterhaltung der neu eingeübten Strategien/Skills

Die Schwerpunktziele in der KPTBS-Gruppentherapie:

  • Stärkung von Ressourcenaufbau und Selbstfürsorge
  • was sind meine Ressourcen, welche Ressourcen möchte ich hinzugewinnen?
  • Reduktion der Dissoziation und Selbst-Fragmentierung
  • Wie zeigen sich Dissoziationen und die Selbst-Fragmentierung?
  • Inwiefern wirken sich dissoziative Zustände ungünstig aus?
  • Welche Fertigkeiten und Strategien halten mich im Hier und Jetzt?
  • Verbesserung der Emotionsregulation
  • Was beinhaltet emotionale (Dys-) Regulation
    Wie erreiche ich einen besseren Umgang mit (schwierigen) Emotionen?
  • Verbesserung der zwischenmenschlichen Kompetenz
  • Wie kann ich meine zwischenmenschlichen Kompetenzen erweitern und auch in interpersonalen Konflikten bei mir bleiben?
  • Was davon gelingt mir bereits?
  • Wie möchte ich selbstwirksamer den sozialen Kontakt aufrechterhalten und gestalten können?

Organisatorisches:

  • Eine Teilnahme an der KPTBS-Gruppentherapie ist geeignet:
  • zur Vorbereitung auf eine (Trauma-) Einzeltherapie
  • mit parallel stattfindenden Einzeltherapie-Sitzungen
  • zur Auffrischung und Vertiefung bisheriger KTBS-Selbsterfahrung
  • im Anschluss an eine Einzeltherapie

Das halboffene Gruppenangebot umfasst 15 Doppelsitzungen (je 100.).

  • bei wöchentlicher/14tägiger Sitzungsfrequenz
  • mit 6 - 8 teilnehmenden Personen
  • Die KPTBS-Gruppentherapie wird in meiner ambulanten Verhaltenstherapie-Praxis über einen Therapie-Krankenkassen-Antrag eingeleitet und im Rahmen des Kurzzeit-Therapieantrags durchgeführt. Bei Bedarf können über den Kassenantrag auch zusätzliche Einzeltherapie-Sitzungen beantragt werden - und die KPTB-Gruppentherapie kann auf Selbstzahlerbasis durchgeführt werden.

Voraussetzungen für die Teilnahme:

  • (mind.) 2 Vorgespräche/Probatorik
  • Regelmäßige Teilnahme an der Gruppe

Kontaktaufnahme: Sie erreichen mich zur persönlichen Rücksprache und Terminvereinbarung in den wöchentlichen Telefonsprechzeiten


Kontaktanfrage

Sie können dieses Kontaktformular für eine Kontaktanfrage verwenden.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung (Datenschutz) zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung und Beantwortung meiner Anfrage benutzt. Mit dem Absenden des Kontaktformulars erkläre ich mich mit der Verarbeitung einverstanden.

https://www.psychotherapie-karameros.de/wp-content/uploads/2021/09/Website-2-Traumafolgestoerungen-1200x300.jpg

Traumafokussiertes Behandlungstraining in der Gruppe

  • Für Kinder und Jugendliche
  • 15 Sitzungen (á 100 Min.)

An wen richtet sich das Tf-KVT- Behandlungstraining in der Gruppe?

  • Die Zielgruppe für das Tf-KVT in der Gruppe sind Kinder oder Jugendliche, die nach unterschiedlichen traumatischen Ereignissen unter den Traumafolgestörungen einer (komplexen) posttraumatischen Belastungsstörung, unter Depression oder Ängsten leiden.

Welche traumatischen Ereignisse werden in das Behandlungstraining einbezogen?

  • Zu den traumatischen Ereignissen können Unfälle, schwere Krankheiten, Komplikationen bei einer Operation, und erlittene Verbrennungen, und nach Kathastrophen (Hausbrand, Überschwemmungen). Traumatische Ereignisse können sich auch auf zwischenmensch-liche Gewalterfahrungen beziehen. Ebenso sind der Verlust wichtiger Bezugspersonen durch Tod, durch eine längerfristige Trennung, Krankheit einzubeziehen. Handelt es sich um derartige traumatische Verlusterfahrungen, können sie mit einer traumatischen Trauerreaktion bei dem Kind und Jugendlichen einhergehen.

Wann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung der (komplexen) Traumafolgestörungen?

  • Traumatische Ereignisse führen nicht immer bei den Kindern oder Jugendlichen zu Traumafolgestörungen, und benötigen dann auch keine traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie (TF-KVT). Die Entwicklung der Traumafolgestörungen hängt von mehreren Faktoren ab: dem (Verarbeitungs-) Alter des Kindes, der Häufigkeit der traumatischen Ereignisse und der Vorgeschichte der traumatischen Ereignisse. Werden das traumatische und missbräuchliche Gewaltverhalten in der Kindheit und Jugend durch wichtige Bindungspersonen (in und außerhalb der Familie) verübt, ist die Wirkung vielfach ungünstig erhöht und es können sich gehäuft Traumafolgestörungen herausbilden, die sich über die gesamte Lebensspanne hinweg auf die Entwicklung der kindlichen und jugendlichen Persönlichkeit sehr ungünstig in allen Lebensbereichen auswirken können.

Aufbau und Inhalt des TF-KVT-Behandlungsprogramms:

  • Im TF-KVT fließen Kenntnisse zur Entwicklungstraumatisierung, zu Bindungsstörungen und es fließt eine systemische Sicht auf die gesamte Familie und das weitere soziale Umfeld ein.
  • Tf-KVT umfasst 3 Therapiephasen, die modular aufeinander aufbauen. Sie lassen sich auf die individuellen Probleme und Bedürfnisse des Kindes und des Jugendlichen und seine Familie oder Bezugspersonen flexibel anwenden. Das Trainingsprogramm dient im 1. Trainingsabschnitt zur Stabilisierung durch Vermittlung von Fertigkeiten und es dient zur Ressourcenstärkung. In der 2. Phase werden Trauma-prozessierende Methoden (Arbeit mit dem Traumanarrativ) angewandt. Die 3. Phase dient der Integrationsarbeit. Dazu gehören: Sicherheitserleben stärken, Konsolidierung, Therapiebeendigung

Die Therapiephasen (aus dem Englischen: Journ Child Adol Trauma; Fig. 1 TF-CBT Components and Phases. © 2012, J. Cohen, A. Mannarino & E. Deblinger)

Tf-KVT - Trainingseinheiten:

  1. Phase Stabilisierungsphase:
    Psychoedukation, Ressourcenorientierung, Aneignung von Fertigkeiten: körperlich: Entspannung/ Achtsamkeit; emotional: Umgang mit schwierigen Gefühlen, gedanklich: Gedankenunterbrechung und positive Instruktionen (für Kinder/Jugendliche/Angehörige)
  2. Phase Stress- und Trauma-Arbeit: Durcharbeiten der Traumatischen Erlebnisse und Entwicklung eines (neuen und stärkenden) Trauma Narrativs
    Analog: Traumatische Trauer-Arbeit: mit Kind-/Jugendliche, Familie/relevante Bezugspersonen
  1. Phase Integrationsarbeit: Sicherheitserleben stärken, Konsolidierung, Therapiebeendigung

Organisatorisches

TF-KVT:

  • Tf-KVT ist prinzipiell geeignet für ein einzeltherapeutischen Setting mit 1 Kind bzw. mit 1 Jugendlichen und den Bezugspersonen.
  • Es kann aber auch wie hier als Gruppentherapeutisches Angebot mit 4-6 teilnehmenden Kindern oder aber Jugendlichen und den Bezugspersonen durchgeführt werden.
  • Für das Einzel- und für das Gruppentherapeutische Setting gelten gleichermaßen eine die Therapie vorbereitende probatorische Eingangsphase:
  • Es finden im Vorfeld Therapie vorbereitende Gespräche mit dem Kind/Jugendlichen und der Familie/Bezugspersonen statt, die den Absprachen zum Trainingsprozedere im Gruppenformat dienen.
  • Die Eltern / Bezugspersonen werden in das Behandlungsprogramm in regelmäßigen Abständen einbezogen.
  • Das Trauma-fokussierte verhaltenstherapeutische Behandlungstraining enthält 15 Doppelsitzungen (je 100 Min.) in der Gruppe (4-6 Kinder /4-6 Jugendliche); und es findet in jedem Therapieabschnitt (mind.) eine gemeinsame Sitzung mit der Familie/Bezugspersonen statt.
  • Das Tf-KVT - Gruppenangebot wird über den Krankenkassen-Antrag für eine verhaltenstherapeutische Gruppentherapie bei Kindern/ Jugendlichen eingeleitet.

Voraussetzungen für die Teilnahme:

  • Regelmäßige Teilnahme an der Gruppe

Kontaktaufnahme: Sie erreichen mich zur persönlichen Rücksprache und Terminvereinbarung in den wöchentlichen Telefonsprechzeiten

Kontaktanfrage

Sie können dieses Kontaktformular für eine Kontaktanfrage verwenden.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung (Datenschutz) zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung und Beantwortung meiner Anfrage benutzt. Mit dem Absenden des Kontaktformulars erkläre ich mich mit der Verarbeitung einverstanden.