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Traumafolgen

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  • Gruppentherapie zum Thema Traumafolgen
  • 20 - 24 Sitzungen (á 100 Min.)

Termin/Beginn: ab Januar 2023 - Anmeldung jetzt möglich! Uhrzeit: 18.30

Was sind Traumafolgen?

  • Im Mittelpunkt stehen hier - in Ergänzung zu Traumafolgen nach singulären traumatischen Ereignissen (Überfall, Unfall usw.) - komplexe Traumafolgen (-störungen) (Stress & Trauma)
  • Zu den komplexen Traumafolgestörungen gehören die (komplexe) posttraumatische Belastungsstörung, Depressionen, Ängste / Angststörungen, Zwänge, dissoziative Störungsbilder, und Persönlichkeitsstörungen.
  • Ferner sind ihnen im Einzelfall auch körperliche Beschwerden und Erkrankungen (Migräne, Diabetes, Adipositas; u.a.m.) zuzuordnen. 

Wie entstehen Traumafolgen?

  • Zu den Traumafolgen bzw. Traumafolgestörungen gehört auch der Begriff der „Komplexen Traumatisierung“. Er geht auf die Folgen von multiplen und/oder anhaltenden traumatischen Ereignissen ein, die in der Regel zwischenmenschliche Gewalterfahrungen sind  - im unmittelbaren Beziehungsumfeld der Familie, in der Nachbarschaft, usw. 
  • Komplexe Traumafolgen rühren oft aus einem anhaltenden traumatischen Stresserleben, das kumulativ aufeinander aufbaut und mehrgenerational weitergegeben werden kann. Mehrheitlich handelt es sich um Kindheitstraumata. Sie können aber auch im Erwachsenenalter entstehen. 
  • Kindheitstraumata: Missbrauch und Vernachlässigung (mehrheitlich) in der Familie  
  • häusliche Gewalt
  • Vergewaltigung
  • Gefangenenschaft
  • Krieg, Flucht 

Was kennzeichnet Entwicklungstraumata?

  • Zwischenmenschliche Traumatisierungen in der Kindheit beeinträchtigen auch die neurobiologische Entwicklung, und mit ihr die Befähigung des heranwachsenden Menschen, in Stresssituationen sensorische, emotionale und kognitive Informationen ganzheitlich zu verarbeiten.  
  • Traumatisierungen im Kindesalter können sich nachhaltig auf die kindliche  Persönlichkeitsentwicklung bis ins Erwachsenenalter hinein und weiter über die gesamte Lebensspanne hinweg auswirken.
  • Entwicklungsangepasste, d.h. über einzelne Entwicklungsabschnitte in der Kindheit und im Jugendalter entstandene Traumafolgestörungen, werden auch als  Entwicklungstraumata bezeichnet.
  • Sie sind durch unsichere, inkonsistente und schädigende Bindungsmuster gekennzeichnet, die in der Folge zu unterschiedlichen Problemen im partnerschaftlichen, sozialen und beruflichen Kontext führen können.

Traumafolgen können zu unterschiedlichen psychologischen Problemen führen:

  • Mitunter werden Kindheitstraumata erst unter erhöhten Belastungen im Erwachsenenalter getriggert und aktiviert. 
  • Manchmal kann die Aktivierung eines Kindheitstraumas auch dann zu einer Traumafolgestörung wie der Posttraumatischen Belastungsstörung führen, ohne dass ein autobiographisches Erinnerungsvermögen mit den erlittenen Traumata in der Kindheit oder Jugendzeit verbunden ist.
  • Einschränkungen in der autobiographischen Erinnerung können auch mit psychologischen Begleiterscheinungen und Problemen einhergehen (Dissoziation, Sucht, Aggressivität; u.a.m.).  
  • Nach heutigem Verständnis beinhalten Traumafolgen unterschiedliche Probleme in der Selbstorganisation, bei der es der Person schwerfällt, ihre Eindrücke, Wahrnehmungen, und Informationen situationsbezogen psychologisch flexibel zu verarbeiten. 
  • Traumafolgen können sich durch unterschiedliche Probleme äußern. Das kann mit Schwierigkeiten verbunden sein, die eigenen Körperempfindungen wahrzunehmen, schwierige Emotionen wie Scham und Schuld zu regulieren oder zwischenmenschliche Beziehungen einzugehen und zu pflegen. 
  • Sie äußern sich bei einer Person auch häufig in Form von negativer gedanklicher Verarbeitung, führen zur wiederkehrenden Depression, und bedingen ein reduziertes Selbstwerterleben.
  • Es bestehen auch oft Probleme mit der Verhaltensregulation. Dazu gehören impulsives Verhalten, Wutausbrüche, und selbstschädigendes Verhalten.
  • Auch Ängste vor neuen Aufgaben und Herausforderungen können dazu gehören, die dann eher vermieden werden. Die Person kann sich ihre Lebensziele und Bedürfnisse nicht richtig erfüllten oder traut sich auch nicht nach ihren eigenen Wertvorstellungen zu leben. 

Durch Gruppentherapie gemeinsam zur Selbstermächtigung und Handlungskompetenz - in den Bereichen: 

  • Körper-Selbst-Wahrnehmung 
  • Umgang mit Dissoziationen
  • Emotionale Regulation
  • Grundannahmen flexibilisieren
  • Selbstbewusstsein, Selbstwert 
  • Befriedigende Beziehungen    
  • Kompetente Verhaltensregulation
  • Ressourcen-, und Resilienzaufbau 

Inhalte und Ziele der Gruppentherapie:

 Inhalte:

  • Das psychodukative Gruppentherapieprogramm ist stabilisierend und ressourcenbasiert angelegt. 
  • Die zentralen Bestandteile in der Gruppentherapie sind: gemeinsamer Austausch - themenbezogenes Arbeiten - Traumaprozessierung - Vermittlung von Ressourcen und Bewältigungsstrategien - Einzelfallarbeit. 
  • Die Gruppentherapie ist praxisnah angelegt. Sie enthält viele Übungsmöglichkeiten und Fertigkeiten zum Ressourcenaufbau und zur Handlungskompetenz im Umgang mit den traumatischen Ereignissen. 
  • Die verschiedenen Formen traumatischer Ereignisse, die zu Traumafolgen führen können, werden anhand der Fallbeispiele in der Gruppe erläutert. 
  • Die Diagnostik (DSM 5/ ICD 11) zu den Traumafolgestörungen wird in der Gruppe erörtert. 
  • Die Gruppentherapie basiert auf wissenschaftlichen Standards in der Behandlung von Traumafolgen. Die Verfahren und Strategien (Verfahren & Strategien). zur Stabilisierung und zur Resilienz sind in die gruppentherapeutische Arbeit integriert (Literaturangaben)

Ziele: 

  • In der Gruppentherapie wird ein respektvoller Umgang angestrebt, damit Sicherheit und Vertrauen entstehen kann. Frühere ungünstige Beziehungserfahrungen können so positiv korrigiert werden
  • Zwischen den Verfahren und Strategien, die in der Gruppentherapie zur Anwendung gelangen, besteht kein Widerspruch, ob sie kognitiv-behavioral, interpersonal, affektregulativ, achtsamkeitsbasiert, erlebensbezogen, körperbasiert ausgerichtet sind. Vielmehr ergänzen sie sich und geben den Gruppenmitgliedern in ihrer Gesamtheit Antworten und Erprobungsmöglichkeiten auf Fragen zu ihrer Biographie (Ereignisse und Folgen) und befähigen zum Umgang bei gegenwärtigen Problemen (Beziehungen, Selbstwert). Die Vermittelung von Strategien und Fertigkeiten sellen ein Kernstück in der Gruppentherapie dar und dienen der Befähigung und Selbstermächtigung in der Gegenwart.  
  • In der Gruppentherapie lernen die Teilnehmer*innen ihre biographischen Entwicklungspfade, die für die Entstehung und Aufrechterhaltung der eigenen Traumafolgen verantwortlich sind, zu verstehen und mit ihnen resilient umzugehen. 
  • Traumaprozessierung (Narrationsarbeit) ist in der Gruppentherapie freiwillig und wird bei einem Gruppenmitglied nur auf der Basis einer hinreichenden Stabilisierung und einem sicheren Lebenskontext stattfinden können. Daher sind Therapievorbereitende Gespräche zur Einschätzung und Indikationsstellung für jedes teilnehmende Gruppenmitglied Voraussetzung. Die kombinierte Einzel- und Gruppentherapie wird als optimal erachtet, ist aber keine Voraussetzung. Es wird sorgfältig darauf geachtet, dass die Traumaprozessierende Arbeit in jedem Fall von der ganzen Gruppe achtsam begleitet wird, und die Gruppe unterstützend auf das Gruppenmitglied eingeht.   
  • Die Erarbeitung der biographischen Entwicklungspfade und die Traumaprozessierende Arbeit sind eingebettet und folgen auf die Vermittlung und Anwendung der Bewältigungsstrategien und den Fertigkeiten zur Erweiterung der emotionalen und körperlichen Regulation, zur Verhaltensregulation, und zur Förderung kommunikativer Fertigkeiten - im Umgang mit zurückliegenden traumatischen Ereignissen und den Traumafolgestörungen bei den einzelnen Gruppenmitgliedern.    

Zum Ablauf der Gruppentherapie - die Themenbereiche:

Stabilisierungsstrategien durch Einsatz von Präsenz, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Freude:

  • Dazu gehören verschiedene Präsenzzentrierte und körperbezogene Übungen aus der Achtsamkeitspraxis, aus dem Somatic Experiencing, und aus dem Yoga. 
  • Praktische Körper- und Bewegungsbasierte Strategien zur Stärkung der Präsenz und bewussten Wahrnehmung werden durch Malen, Musik, Rhythmus, spielerisches Tanzen, polykinetische gesundheitsförderliche Übungen; u.a.m. umgesetzt. 

Ressourcenaufbau, Resilienz und Selbstfürsorge:  

  • Was sind meine Ressourcen? Welche Ressourcen möchte ich hinzugewinnen? Wie wichtig ist eine selbstfürsorgende Haltung und wie kann ich sie entwickeln?
  • Imaginationsarbeit, Übungen zum Selbstmitgefühl aus der Achtsamkeitspraxis, und ressourcenbasierte Aktionen (in vivo), sind dabei wichtige Strategien.

Reduktion der Dissoziationen:

  • Wie zeigen sich bei mir Dissoziationen? Inwiefern wirken sich dissoziative Zustände ungünstig auf mein Leben aus? Welche Fertigkeiten und Strategien halten mich im Hier und Jetzt?
  • Psychoedukation zu Formen der Dissoziation; verschiedene Dissoziationsstops werden eingeübt.

Verbesserung der Emotionsregulation: 

  • Was beinhaltet emotionale (Dys-) Regulation und wie äußert sie sich? Wie erreiche ich einen besseren Umgang mit (schwierigen) Emotionen (Ekel, Scham, Hilflosigkeit, Schuld, Ärger)?
  • Die Wahrnehmung von Emotionen, der Emotionsausdruck und ein situationsbezogener Umgang mit  Emotionen werden gefördert.

Verbesserung der Verhaltensregulation:  

  • Was beinhaltet eine Verhaltens- (dys-) regulation und wie äußert sie sich? Wie bekomme ich mein problematisches Verhalten in den Griff (Wutausbrüche, selbstschädigende Imuluse, Suchtverhalten?
  • Die Verhaltensregulation wird durch Wahrnehmung, und durch die Anwendung von sozialen Fertigkeiten aus bewährten Therapieverfahren gefördert.

Veränderung der Kontrollüberzeugungen / Schemaarbeit: 

  • Was beinhalten ungünstige Kontrollüberzeugungen und wie äußern sie sich? Wie flexibilisiere ich meine Annahmen / Schemaarbeit? Zum Beispiel kann die Annahme lauten: " Wenn ich mich schwach zeige, werde ich von Menschen ausgenutzt und respektlos behandelt".
  • Die Identifikation und die Flexibilisierung der Kontrollüberzeugungen werden gefördert. Eine günstigere Annahme könnte lauten: "Sich schwach zeigen, wissen manche Menschen in meinem sozialen Umfeld zu schätzen. Sie werden mich unterstützen, wenn ich ihre Hilfe benötige".
  • Identifikation der ungünstigen Kontrollüberzeugungen und Entwicklung alternativer und hilfreicher Schemata (A-B-C-Schema; u.a.m.).  

Verbesserung der zwischenmenschlichen Kompetenz: 

  • Wie kann ich meine zwischenmenschlichen Kompetenzen erweitern? Wie kann ich mir kompetente und die Sicherheit förderliche und soziale Verhaltensweisen aneignen? Wie finde ich kooperative  Beziehungspartner*innen? Wie kann ich auftretende soziale Konflikte bewältigen? Was davon gelingt mir bereits? 
  • Wie möchte ich den Kontakt zu anderen Menschen aufrechterhalten und befriedigender gestalten?
  • Soziale Kompetenzübungen, interaktive Rollenspiele, 2-Stühle-Technik, u.a.m. werden angewandt. 

Verbesserung des Selbstwerterlebens:   

  • Wie kann ich bei mir Selbstwerterleben und Selbstakzeptanz erhöhen? Wie kann ich traumatisch gebundene interpersonale Schemata, die bei mir mit Erinnerungen an Angst, Scham und Verlust geknüpft sind, transformieren?
  • Anti-Scham-Übungen zur Stärkung der Selbstakzeptanz u.a.m. kommen zum Einsatz. 

Biographisches vs. traumatisches Erinnerungsvermögen:

  • Wie unterscheidet sich eine biographische Erinnerung von einer traumatischen Erinnerung?
  • Wie können traumatische Verarbeitungsprozesse (betr. interpersonale Schemata, Scham, Schuld, usw.) identifiziert und überwunden werden?
  • Psychoedukation und dosierte Exposition/Traumaprozessierung im Einzelfall; durch Narrationsarbeit die biographischen Entwicklungspfade traumatische Erinnerungen neu verhandeln und als biographische Erinnerung verankern. 

Organisatorisches:

  • Das halboffene Gruppenangebot umfasst (mind.) 15 - 20 Doppelsitzungen (á 100 Min.).
  • Eine Verlängerung der Gruppentherapie und der Teilnahme ist möglich. 
  • Die Gruppentherapie findet in den Räumlichkeiten meiner Psychotherapeutischen Praxis statt. 
  • Die Sitzungsfrequenz liegt bei wöchentlicher/14tägiger Sitzungsfrequenz mit 6 - 8 teilnehmenden Personen. 
  • Erwünscht für die Teilnahme an der Gruppentherapie ist eine parallele Einzeltherapie oder eine vorausgegangene Einzeltherapie. 
  • Die Teilnahme kann über einen Gruppentherapie-Krankenkassen-Antrag (zzgl. Einzelsitzungen) gestellt werden.
  • Die Teilnahme an der Gruppentherapie ist unter denselben Konditionen auch ohne Kassen-Antrag auf Selbstzahlerbasis möglich.
  • Voraussetzungen für die Teilnahme:
  • 1 - 2 Vorgespräche  / Regelmäßige Teilnahme

Kontaktaufnahme:

  • Sie erreichen mich zur persönlichen Rücksprache und zur Terminvereinbarung in meiner wöchentlichen Telefonsprechzeit.

Kontaktanfrage

Sie können dieses Kontaktformular für eine Kontaktanfrage verwenden.

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