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Selbstregulation

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Gruppentherapie für Kinder zur Unterstützung der Selbstregulation - ein gruppentherapeutisches Angebot zu den anhaltenden Krisenzeiten für Kinder (7 - 12 Jahre) -

- 15 Gruppensitzungen (je 90 Min.) -

Termine: Oktober 2022 - Beginn: 16.30 Uhr

Zu Dauerstress gehören:

  • Fortdauernde Angst vor Ansteckung (Covid 19 usw.) 
  • Übermäßiger Medienkonsum -  mit Gewaltinhalten
  • Streitigkeiten in der Familie
  • Arbeitsplatzverlust der Eltern
  • Ukraine-Kriegsangst
  • Klimakatastrophen
  • Angst vor Bindungsverlust
  • Trauma und Stress können auf neurophysiologischer und auf psychischer Ebene im kindlichen Körper anhaltende Stressreaktionen auslösen:
  • Wenn sich der kindliche Organismus in ständiger Alarmbereitschaft befindet, dominieren biologische Antwortmechanismen, die mit Überlebensstrategien wie „Flucht“, „Kampf“ und „Erstarrung“ gekoppelt sind. Gleichzeitig fühlen sich die Kinder innerlich ausgebremst, und immobil, wodurch die Stress-Alarmreaktionen im Körper nicht mehr ausreguliert werden können, und verstärkt werden. 
  • Übermäßige und fortlaufende Stressreaktionen äußern sich auf psycho-physiologischer Ebene in Form von Gereiztheit, Impulsivität, Tagträumen und  Konzentrationsstörungen.
  • Die Umweltanforderungen können dann von dem Kind nicht mehr angemessen ausreguliert werden. Das emotionale und körperliche Toleranzfenster bleibt angespannt.
  • Daraus können bei Kindern häufig Folgeprobleme wie Schlafstörungen, Unruhe, Müdigkeit, Erschöpfung, Erkrankungen, und ein schwaches Immunsystem resultieren. 
  • Niedergeschlagenheit, Antriebsschwäche, Suizidgedanken, Übergewicht oder auch Lernstörungen können die Folge sein.
  • Schwierigkeiten mit der Selbstregulation/Selbstorganisation äußern sich auch in Form von sozialen Problemen, durch eine negative gedankliche Verarbeitung, durch motivationale Probleme, durch Störungen bei der emotionalen Regulation, und durch Probleme im Bereich der zwischenmenschlichen Kompetenz und  Aufmerksamkeit/Konzentration.
  • Probleme mit der Selbstregulation und  Selbstorganisation zeigen sich nach über 2 Jahren Pandemie auch noch verstärkt aufgrund der vermehrten schulischen und familiären Belastungen.
  • Außerdem kommen seit dem März 2022  Ängste und Unsicherheit bei Kindern durch den sich hinziehenden Ukrainekrieg in Europa hinzu. Darüberhinaus kennen viele Kinder eine konstante Angst vor (erneuten) Klimakatastrophen, was sie zusätzlich belastet.

Ziele:

  • Es handelt sich um eine Frühinterventionsmaßnahme zur Unterstützung der Selbstregulation bei Kindern - und ihren Angehörigen. 
  • In dem Gruppentraining werden die Kinder - und die Bezugspersonen/ Familie - mit körperbezogenen Übungen aus dem „Somatic Experiencing“ und aus der Achtsamkeitspraxis vertraut gemacht, die sie selbstregulativ im Alltag und in Belastungssituationen einüben. Die  Bezugspersonen unterstützen sie darin, wie sie ihren angestauten Stress bei sich gezielt ausregulieren, ihr bio-psycho-soziales und emotionales Toleranzfenster und das Erleben von Sicherheit ausweiten können.

Das Gruppenprogramm ist geeignet für Kinder mit: 

  • Anhaltenden Stressreaktionen
  • posttraumatischen Symptomen
  • Problemen mit der Emotionsregulation
  • Sozialer Ängstlichkeit   
  • Impulsdurchbrüche
  • Problemen im Sozialverhalten
  • Familiäre Belastungen (Streit/Trennung usw.)
  • Anhaltende Ängste vor Gefahr und Bedrohung (betr. Klimakatastrophen, Kriege usw.) 
  • Aufmerksamkeitsstörungen (ADHS)
  • Depressionen (Antriebsprobleme, suizidale Gedanken)
  • Schlafstörungen 
  • Asperger - und Autismusspektrum
  • Störungen des Sozialverhaltens (Aggressivität)
  • Sozialen Ängsten
  • Somatischen Bescherden
  • Traumatischen Verlusterfahrungen Suchtverhalten (Internetsucht usw.)
  • Mobbingerfahrungen
  • Schulängste - und Krisen

Inhalte:

  • Die Fähigkeit zu stärken, auch in turbulenten Zeiten, wieder ins seelisch-körperliche Gleichgewicht kommen.
  • Eine Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele spielerisch herzustellen.
  • Ein inneres Containment für das Erleben von Sicherheit aufbauen.
  • Selbstvertrauen und Selbst­wert­gefühl entwickeln - für sich selbst und im sozialen Umfeld (Schule-Familie)

Themen:

  • Förderung der Aufmerksamkeit und der inneren Balance durch Achtsamkeitsübungen und
  • Übungen aus dem Somatic Experiencing
  • für den Spannungsabbau stabilisierende Körper-Übungen
  • eigene Fähigkeiten und Stärken realisieren
  • positive Rückmeldungen von anderen erhalten
  • Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung stärken
  • Emotionsregulation: Umgang mit schwierigen Gefühlen erwerben
  • Motivation und Zielerreichung stärken
  • Soziales Lernen fördern
  • Aneignung sozialer Interaktion und Problembewältigungsfertigkeiten

Interventionen: 

  • Zur Stärkung der Selbstregulation und Selbstorganisation findet in den Gruppensitzungen ein kommunikativer Austausch mit  Rollenspielen und mit Feed-Back statt. 
  • Kreative Skills (Malen, Tanzen usw.), und interaktive Spiele mit Handpuppen usw., kommen zum Einsatz.
  • Es werden zur Stressregulation unterschiedliche Körperübungen (Entspannungsübungen usw.) praktiziert, die auch zu Hause zusammen mit der Familie/Angehörige/ Bezugspersonen genutzt werden können.
  • Die Arbeitsblätter aus den Sitzungen werden den Kindern (und Familie) zur Umsetzung im Alltag ausgeteilt.

Ablauf: 

  • Kennenlernen und Selbstwert-Themen in der Gruppe erfassen
  • Körper-Raum-Sinne spielerisch entdecken
  • Inhalt: (Grundemotionen/komplexere Gefühle) erkennen
  • Inhalt: Wahrnehmung und Ausdruck von (schwierigen) Gefühlen
  • Inhalt: Identifikation und Umgang mit störenden  Gedanken
  • Inhalt: Das innere somatische Aktivierungsniveau erfassen und sich durch Körperübungen und Atemübungen (s. Achtsamkeitspraxis und Somatic Experiencing) wieder einpendeln
  • Inhalt: Förderung der sozialen Empathie
  • Inhalt: Unterstützung der Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung
  • Inhalt: Soziale Interaktion und Kommunikation stärken
  • Inhalt: Problembewältigung bei sozialen Konflikten fördern
  • Inhalt: zur Stressregulation werden auch bewährte Traumafokussierte Trainingseinheiten einbezogen (s.Tf-KVT in Stress & Trauma):
  • 1. stabiliserende Fertigkeiten;
  • 2. Durcharbeiten der belastenden Erlebnisse und ein hilfreiches Narrativ entwickeln;
  • 3. Integrationsarbeit.
  • Inhalt: am Ende des Gruppentrainings geht es darum, „wie das Erreichte für das Kind - in der Familie/Bezugspersonen - weiter fortgesetzt werden kann?

Organisatorisches: 

  • Die Teilnahme kann im Rahmen der Richtlinie für Verhaltenstherapie über einen Gruppentherapie-Antrag für Kinder (kombiniert mit Einzelsitzungen) über die Krankenkasse durchgeführt werden 
  • oder alternativ auf Selbstzahlerbasis. 
  • Hinweis: vor Beginn der Gruppentherapie erfolgt immer eine diagnostische Abklärung.
  • Eine kombinierte Antragstellung (Einzel- und Gruppentherapie) ist möglich. 
  • Das Gruppenangebot findet wöchentlich/14tägig statt. 
  • In dem Gruppenformat können sich derzeit (max.) 7 Kinder (7 - 12 Jahre) sicher im großen Praxisraum unter Einhaltung der geltenden Schutzmaßnahmen aufhalten. 
  • Begleitend zur Gruppentherapie (kombiniert mit Einzelsitzungen) der Kinder finden Beratungstermine mit der Familie/Bezugsperson statt, die sich auf Informationen zu den Sitzungsinhalten und auf die (gemeinsame) Durchführung der Übungen/Arbeitsblätter zur Stärkung der Selbstregulation beziehen.  

Voraussetzungen für die Teilnahme:

  • 3 - 4 Vorgespräche/Therapievorbereitung (Probatorik) – mit Kind und mit den Eltern/Bezugspersonen
  • Regelmäßige Teilnahme.

Kontakt: Sie erreichen mich über das Kontaktformular, per Mail: AKarameros@t-und zur persönlichen Rücksprache und zur Terminvereinbarung in meiner wöchentlichen Telefonsprechzeit am Mi.: 12.00 - 13.30 Uhr.

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